Mädchenfußball
und eventuell Frauenfußball in Hohenwestedt

Herzlich willkommen bei den Juniorinnen des MTSV Hohenwestedt


Soooo weit sind wir nun doch noch nicht....

....aber wir geben uns alle Mühe !!!

                

"Die Zukunft des Fussballs ist weiblich, weil die Frauen genau die Art von Fussball spielen, die wir alle sehen möchten: elegant, technisch hochstehend, offensiv."
(Sepp Blatter, FIFA-Präsident)


 Liebe Gäste und Insider, es wäre sehr nett, wenn ihr euch Zeit für einen Eintrag in unser Gästebuch, oder eine Rückmeldung über unser Kontaktformular nehmen würdet.



Aktuell besteht die Mädchenstaffel des MTSV Hohenwestedt aus

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Jüngere Altersklassen "Mädchenfußball" bieten wir noch nicht an, weil wir zu wenig Mädchen in diesen Altersstufen haben. Die wenigen, die in dem Alter schon Fußball spielen wollen, trainieren und spielen bei den Junioren mit.


Der MTSV Hohenwestedt möchte unsere Mädchenstaffel weiter etablieren und auf noch solidere Beine stellen.


Deshalb suchen wir laufend Mädchen aller Altersklassen zur Verstärkung unserer bestehenden Mannschaften und zur Gründung neuer Mannschaften.


Wenn du also Interesse am Fußball hast und dich gerne sportlich betätigen möchtest, nimm einfach mal unverbindlich mit jemandem aus dem Verein Kontakt auf oder komm einfach mal zum Schnuppertraining vorbei.

 

 Ansprechpartner findest du auf unserer Homepage oder der

MTSV - Geschäftsstelle.


Es ist auch nicht wichtig, ob du schon Fußball spielen kannst (schaden tut es aber auch nicht), du brauchst am Anfang einfach nur Spass und Freude an körperlicher Bewegung mitbringen. Alles andere ergibt sich dann ganz von selber im regelmäßigen Training.

Also komm einfach mal vorbei, und keine Angst, bei uns ist noch keiner gebissen worden.

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Frauen & Mädchenfußball warum eigentlich nicht ?
31.01.2010 - Kersten Bathge (Rendsburger TSV)

Frauen & Mädchenfußball warum eigentlich nicht ?

In den letzten Jahren verzeichnet der Mädchenfußball einen enormen Boom. Und das, obwohl es bei einigen Erwachsenen immer noch Vorbehalte gegen Fußball und Frauen & Mädchen gibt.

Die Zeiten, wo Mädchen erlöst, gerettet und versorgt wurden, sind passé. Da kommt kein Breitmaulfrosch mehr an, der geküßt die Dame für den Rest ihrer Tage versorgt. (Ich mag Frösche, aber einen küssen?????) Abgesehen davon, daß das weibliche Geschlecht in der Vergangenheit häufig dafür seine Autonomie einbüßte. Heute müssen Frauen & Mädchen mit beiden Beinen im Leben stehen. Sie können es sich gar nicht mehr leisten, auf einen guten Schulabschluß oder Berufsausbildung zu verzichten. Doch was hat das mit Fußball zu tun?

Zehn Gründe, weshalb Fußball für Mädchen eine geeignete Sportart ist:


Fußball ist ein Mannschaftssport. In einem Mannschaftssport ist eine Teamfähigkeit unerläßlich. Spielerisch lernen die Mädchen, sich in ein Team einzufügen, aber auch, sich dort zu behaupten. Und die Teamfähigkeit spielt im späteren Berufsleben eine ganz große Rolle. Das Rollenverhalten wird auch dahingehend verändert, daß Mädchen andere Mädchen nicht mehr als Konkurrenz in Hinsicht auf gesellschaftliche Gepflogenheiten sehen. Sie erfahren durch den Mannschaftssport, daß sie Mitspielerinnen haben, wo gegenseitiges Vertrauen und "Aufeinander-Verlassen-Können" unbedingt erforderlich sind, um an ein Ziel zu gelangen. Im Team lernen sie, daß sie ein Subjekt und kein Objekt sind und erkennen es auch bei ihren Mitspielerinnen. Später sind sie eher bereit, Mitstreiterinnen für ihre persönlichen Ziele zu suchen und sich zusammen zu schließen.


Schnell wird der Ehrgeiz geweckt, vielleicht auch mal ein Tor zu schießen oder zu verhindern. Ehrgeiz ist etwas sehr wichtiges, um seine Ziele zu erreichen. Doch oft genug sind es gerade Frauen & Mädchen, die zu ihrem Ehrgeiz nicht stehen, aus Furcht, als Streberin zu gelten. Im Fußball lernen sie, daß ihr Ehrgeiz richtig ist und daß sie dazu auch stehen dürfen.
Wer die Bälle blindwütig wegschießt, erreicht nichts. Die Mädchen schulen also ihr taktisches Verhalten. Und sie beziehen ihre Mitspielerinnen in ihre Taktik durch Zusammenspiel ein. Und Taktik hat was mit logischem Denken zu tun. Und logisches Denken ist beispielsweise eine Vorraussetzung, um Fächer wie Mathematik zu begreifen.
Charaktereigenschaften werden im großem Maß gefördert. Die Mädchen entwickeln Ellenbogen. Sie müssen sich durchsetzen. Eine Fähigkeit, die sie später dringend im Alltag und Beruf benötigen. Die Konzentration, Reaktionsschnelligkeit, Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und Entschlußkraft wird geschult. Doch dabei müssen sie auch an ihrer Disziplin und Zuverlässigkeit arbeiten.
Traineranweisungen müssen nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt werden. Immer wieder beklagen viele Ausbilder, daß ihre Azubis nicht zuhören können und Anweisungen nicht zuverlässig ausüben. Früh geübt ist halb gewonnen. Um gut zu spielen, brauchen die Kinder Spielübersicht. Beim Spiel lernen sie, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Damit entwickeln sie ein Auge für das Wesentliche. Im modernen Fußball sind Spielwitz und Kreativität gefragt. Somit wird auch die Phantasie angeregt.
Sie erhalten Anerkennung und Bestätigung, was ihr Selbstbewußtsein stärkt. Schulische Mißerfolge bilden oft einen Kreislauf von Versagen - Ängsten - mangelndes Selbstbewußtsein - Versagen usw. Erreichen die Mädchen sportliche Erfolgserlebnisse, erfahren sie eine persönliche Bestätigung und übertragen es auch auf andere Lebensbereiche. Daher sollten es sich Eltern verkneifen, schlechte Noten mit Trainingsverboten zu ahnden. Damit verhindern sie positive Erlebnisse, die das Selbstbewußtsein wieder aufbauen könnten.
Vereinsmäßiges Fußballspielen gibt es zwar auch nicht mehr zum Nulltarif. Aber es ist auch für sozialschwache Kinder noch finanzierbar.
Fußballspielende Mädchen neigen keineswegs zur "Vermännlichung". Die "Mannsweiber" im Fußball sind ein grobes und dummes Vorurteil. In meinen Mannschaften spielen und spielten ausgesprochen hübsche Mädchen. Sie erhalten eine Athletik und ein sportliches Mädchen ist ein wesentlich netterer Anblick als ein fettes, faules Mädchen. Abgesehen davon, daß angemessene sportliche Betätigungen förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sind.
Gerade Mädchen in der Pubertät finden in ihrer Mannschaft Freiräume und Schutz. Hier dürfen sie noch Mädchen sein und werden nicht auf eine Rolle festgenagelt, die sie noch nicht annehmen wollen oder können.
Der Rückhalt durch die Gruppe macht stark. Es wird Solidarität gelebt und die Einzelne erfährt, daß in der Gemeinschaft Interessen viel eher verwirklicht werden können.
Sportliche Kinder mit einem Hobby sind nachweisbar weniger anfällig für Drogen und anderen Blödsinn. Wer seine Freizeit sinnvoll verbringt, lungert nicht an Bushaltestellen herum oder brütet irgendeinen Mist aus. In der Gemeinschaft wird auch mal bei den anderen Spielern nachgefragt, sodaß eine negative Beeinflußung schlechter möglich wird und positive Werte eher übernommen werden können.


Und was spricht nun dagegen?


Ein häufig verwendetes Argument gegen den Mädchenfußball ist die Verletzungsgefahr. Bei jedem Sport besteht eine Unfallgefährdung. Man kann aber auch über eine Straße laufen und angefahren werden. Fußball gehört zu den Sportarten, wo entschieden weniger passiert als beispielsweise bei Sportarten in der Halle. Und zusätzlich sind die Mädchen im Verein noch durch eine Unfallversicherung abgesichert. Es gibt also keinen vernünftigen Grund, ein Mädchen nicht Fußball spielen zu lassen, aber etliche dafür.



Und warum ist Frauenfußball attraktiver als Männerfußball?

Weil Frauen einen schnelleren und wendigeren Fußball spielen, weniger foulen und nicht ewig über den Platz spucken und rotzen.





Kleine Geschichte des Frauenfußballs:

Frauen und Fußball: Aufgeben? Denkste!


Gab es früher auch schon Frauenfußball ?

Ja, sicher. Wer glaubt, Fußball sei reine Männersache, der irrt. Die spielen fast schon solange Fußball wie die Männer. Dabei wurde ihnen allerdings auch so mancher Stein in den Weg gelegt.

Kaum vorstellbar, aber bereits im 12. Jahrhundert spielten beispielsweise französische Bäuerinnen mit einem Schleifchen besetzten Lederball "la soule". Fußballähnliche Spiele sollen auch bei Eskimofrauen populär gewesen sein. Bekannt ist außerdem ein Spiel zwischen verheirateten und unverheirateten Frauen im schottischen Inveresk am Ende des 17. Jahrhunderts.

Der erste Frauenfußballverein der Welt wurde 1894 gegründet: der British Lady Football Club in London. In dieser Zeit war es noch üblich, daß Frauen beim Sport lange Röcke trugen. Auch hier zeigten die Frauen Kampfgeist und setzen sich in der Kleiderfrage durch. Fortan erschienen sie mit Kniebundhosen, bequemen Blusen und Hut auf den Platz.

Ab 1920 bildeten sich in Deutschland ebenfalls Frauenteams, meist ohne Vereinsmitgliedschaft. Der 1. Deutsche Damen-Fußballclub (DDFC) wurde 1930 in Frankfurt/Main gegründet.

Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, war bei den Politikern Frauenfußball unerwünscht. Fußballspielen sei für Frauen unanständig und gesundheitsschädlich, so eine der seltsamen Begründungen. Viele Jahre führte der Frauenfußball dann zwar ein Schattendasein. Doch die Frauen kickten auch ohne Erlaubnis der Männer unbeirrt weiter.
WM 1991in China - Eröffnungsfeier

1970 fand schließlich in Turin (Italien) die erste, noch inoffizielle Frauenfußball-Weltmeisterschaft statt. Dänemark wurde erster Weltmeister.

Daraufhin nahm der DFB die Förderung des Frauenfußballs in seine Satzung auf. Es entstand endlich ein Spielbetrieb mit Bundesliga und Meisterschaft. 1974 startete die erste offizielle Deutsche Meisterschaft für Frauen.

Die deutsche Frauen-Bundesliga wurde erst 1991 eingeführt. Dieses Jahr ist auch international von Bedeutung: In Südchina fand die erste offizielle Frauen-WM statt, an der zwölf Nationen teilnahmen. Olympisch wurde der Frauenfußball 1996 in Atlanta (U.S.A.).

Das Recht, Fußball spielen zu dürfen, haben sich die Frauen also hart erkämpft. Und heute müssen unsere Mädels nicht mehr beweisen, dass sie was von Technik, Taktik und elegantem Fußball verstehen. Sie sind nämlich amtierende Weltmeister!